Eigentlich stand der Khao Yai National Park gar nicht auf unserem Plan, aber Dank einer Empfehlung haben wir den Weg hierher gefunden und hatten 3 wunderschöne Tage: im Dschungel und in Bobbys Guesthouse. Die ersten beiden Tage sind wir stundenlang durch den Dschungel gewandert. Anfangs war mir nicht klar, warum wir diese furchtbar hässlichen, hellblauen Stulpen tragen müssen. Als sich dann der erste Blutegel in meine Haut bohrte, wusste ich es besser…und Blutegel gibt es massenweise zur Regenzeit. Man kann sie kaum abziehen, ohne dass sie sich sofort an den Fingern festsaugen. Nach einem Platzregen haben wir die Safari dann im Auto fortgesetzt und uns am ersten Abend gleich in eine ziemlich ungemütliche Situation gebracht. Zuerst haben wir uns riesig gefreut beim Fahren auf einen riesigen Elefantenbullen gestoßen zu sein. Als dann gleich eine ganze Familie mit kleinen Elefantenbabys auftauchte waren wir völlig aus dem Häuschen. Dementsprechend schnell hat die Zahl der Autos zugenommen. Irgendwie hat sich das Blatt dann aber gewendet und plötzlich stand eine riesige Elefantenfamilie vor den Autos und von hinten kamen 2 Elefantenbullen (rechts und links nur dichter Dschungel). Der kleinere Bulle ist dann auf die Autos zu gerannt, hat sich gegen die Fahrerseite des hintersten Autos gestemmt, geräuschvoll die Tür eingedrückt und den Spiegel abgerissen. Da wir das nächste Auto in der Reihe waren, sind wir ganz schnell in die äußerste Ecke der Ladefläche geflüchtet und saßen praktisch aufeinander als der Bulle zu uns kam. In dem Moment hat die Familie aber die Straße verlassen und wir konnten davonrasen. Puh, das war echt knapp! Nachts haben wir mit Ben, unserem Guide, im Park gezeltet und im Kerzenschein zwischen grasenden Rehen unser Abendbrot verputzt (und gehofft es möge nachts kein Elefant über unser Zelt stolpern).
In der Nähe des Parks gibt es eine Fledermaushöhle, die wir am letzten Abend besucht haben. Unglaublich, aber kurz vor Sonnenuntergang beginnen Millionen von Fledermäusen die Höhle zu verlassen um im Nationalpark nach Futter zu suchen. Über fast eine Stunde reißt der Strom von Fledermäusen nicht ab und schlängelt sich am Himmel entlang bis zum Horizont.![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
Categories