Back on the road…diesmal in einem Toyota von Lucky Rentals. Alles ein bisschen kleiner und kompakter aber nicht minder gemütlich als in unserem letzten Camper. Zuerst hieß es den “Far North” der Nordinsel zu erkunden.
Unser erstes Ziel war ein Wald voller alter Kauri-Bäume der auch noch Kiwis beherbergt. Klingt toll und ist sicherlich eine Übernachtung wert, dachten wir uns. Die Kauris sind tatsächlich gigantisch und können sich getrost zu den ältesten Bäumen der Welt zählen. Um die Kiwis zu sehen, braucht man schon etwas mehr Glück. Wir haben unser Bestes getan und sind bewaffnet mit Taschenlampen (abgedeckt mit roter Folie um die empfindlichen Kiwis nicht zu blenden) in der dunklen Nacht losgezogen um fast 3 Stunden durch den kalten Wald zu stromern. Gelegentlich hat es im Busch neben uns verdächtig geraschelt…aber gesehen haben wir leider keinen! Naja, es bleiben glücklicherweise noch 4 Wochen.
Unser Weg gen Norden wurde dann jäh unterbrochen. Unser “Lucky Camper” hat uns im Stich gelassen…nach einem langen Telefonat mit dem neuseeländischen ADAC und einer Stunde warten, kam Hilfe. Diagnose: lose Batteriekontakte. Eine Schraube hat gereicht um unser Auto wieder in Ordnung zu bringen. Trotzdem ist die Beziehung zwischen mir und dem Camper bis auf weiteres getrübt!
Vor Sonnenuntergang haben wir es noch bis zu den gigantischen Sanddünen des 90-Miles-Beach geschafft um die Nacht dann am Strand auf dem nördlichsten Campingplatz Neuseelands zu verbringen: idyllisch hinter den Dünen und der Leuchtturm von Cape Reinga ist nur einen Katzensprung entfernt.
Auf unserem Rückweg nach Süden haben wir dann endlich hautnah Bekanntschaft mit den neuseeländischen Schafen gemacht. Mitten auf dem State Highway kam uns verteilt über die ganze Straßenbreite eine Herde von vielleicht 500 Schafen entgegen gerannt. Wir wussten gleich gar nicht, wie uns geschieht, direkt vorm Auto sind sie aber nach rechts auf ihre Weide abgebogen…
Nach einem Umweg über die Bay of Islands haben wir zunächst unsere erste Glühwürmchen-Höhle (man darf die Würmchen übrigens nicht essen) und dann noch das letzte Werk Hundertwassers besucht: eine öffentliche Toilette in Kawakawa. Und nun geht es weiter Richtung Zentrum der Nordinsel.
One reply on “Der “Ferne Norden” Neuseelands”
Liebe Doreen, tolle Fotos und soooo viele Erlebnisse. Freuen uns, dass euch die Bäume gefallen haben und drücken euch die Daumen, dass ihr noch nen Kiwi seht (also neben dem auf dem Schild). Habe dir eine sms geschickt, ist die angekommen? Ich hoffe, dass euer Van durchhält, im Süden gibts noch viel zu sehen. Wir grüßen euch aus Christchurch. Noch zwei Tage… Drück dich, Alex