Von Valladolid ging es nach Merida. Von hier aus besuchten wir mittels schienengeführtem Pferdegespann drei weitere Cenotes. Diese entstanden, anders als die bereits besuchte Cenote, durch Auswaschungen des Kalk-/Sandsteins. Diese Cenotes sind durch ihre Mayageschichte (für die Mayas stellten sie einen Eingang in die Unterwelt dar) und Beschaffenheit schon etwas besonderes (Außerdem bieten sie eine perfekte Erfrischung
). Am darauffolgenden Tag besuchten wir die Mayastadt “Uxmal”, die wohl das besterhaltendste Mayagebäude in Mexiko beherbergt.![]()
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Author: Matthias
Cancun
Viva la Mexico! Nach einem stark ausgedehnten Flug nach Mexiko – Cancun sind wir in unserer Palapa (etwas hinter unserem Zeitplan
) angekommen. Diese ist (zum Glück) vom sogenannten “Gringo-Playground” der “Hotel-Zona” etwas entfernt, so das wir vom touristischen Treiben nur am Rande etwas mitbekommen. Es scheint als hätten die Leute hier immer einen Grund zu Feiern, da auf den Straßen immer irgendwer musiziert, tanzt oder ähnlicher Beschäftigung nachgeht.
Am Freitag besuchten wir eine alte Maya-Stadt in der Nähe von Tulum die direkt (sollte auch die Einzige sein) am Meer gelegen ist. Auf jedenfall ist die Maya-Stadt sehr beeindruckend.
Am Tag darauf besuchten wir noch die Isla de Mujeres, die man mit Hilfe einer Fähre vom Festland sehr gut erreichen kann. Die kleine Insel haben wir zuerst mit einen Golfkart erkundet und sind dann am Playa del Norte an einem traumhaften karibischen Strand zum Faulenzen übergegangen.
Der Ocean Drive bis LA
Die nächste Etappe war San Simeon, wo der Zeitungsmogul William Randolph Hearst all seine Kindheitserinnerungen an die europäische Architektur und Kunst im Bau eines Schlosses verwirklicht hat. Das Ergebnis: eine fragwürdige Kombination aus mediterranem Baustil, mittelalterlicher Burg, barocker Kirche und ägyptischen Statuen… Die Einheimischen sind auf jeden Fall begeistert. ![]()
Zwischendrin hatten wir noch einen Zwischenstopp in San Luis Obispo. Hier fiel uns besonders die Bubbel-Gum-Street auf, in der jeder seinen Kaugummi hinterlässt und damit zum unglaublichen Geruchserlebnis dieser Straße beiträgt.
Weiter südlich, etwa ab San Luis Obispo kommt dann tatsächlich auch kalifornisches Lebensgefühl auf. Die Zahl von Surfbrettern und Skateboards steigt merklich. In Santa Barbara tummeln sich Delphine am Strand und Pier und nach weiteren 80 Meilen beziehen wir unser Quartier für die letzten Tage. Ein Campingplatz in Malibu, mit Blick auf den Ozean. Hier haben wir uns dann endlich auch in die Fluten des Pazifik gewagt. Aber erst nachdem eine Gruppe von Delphinen vorbei gezogen ist….Flossen im Meer sind halt doch immer suspekt, was sich auch einige andere Badegäste sicher dachten als diese aus dem Wasser flüchteten.
Big Sur
Big Sur, das sind 90 Meilen Pacific Coast Drive von seiner schönsten Seite. Hier sind die Klippen noch steiler, der Highway noch kurviger und die Wellen noch höher. Haben 2 Tage im größten Statepark der Region, dem Pfeiffer Big Sur State Park verbracht. Hier kann man zwischen richtig hohen Redwood-Bäumen wandern oder idyllische Strände wie den Pfeiffer Beach oder den Julia Pfeiffer Burns State Beach (siehe Foto) genießen. Dazwischen gibts bis auf gelegentlich ein Hotel nur wenig Zivilisation.
Monterey
Bodega Bay
Stell dir vor … Du stehst neun Uhr morgens zerknittert aus deinem CamperVan auf. Nach dem du dich so einigermaßen entknittert hast, fährst du zum Hafen um dir einen Morgenkaffee zu kaufen. Als du in einem kleinen Hafenrestaurant fündig wirst und dem Angebot von “Fischsuppe” der älteren Dame, die gerade hinter mehreren köchelnden Töpfen steht, nicht wiederstehen kannst, kommen merkwürdige Geräusche aus dem Hafenbecken. Du läufst die paar Meter zur Wasserkante und entdeckst mehrere spielende Seelöwen (oder der gleichen
). Nachdem du die tatsächlich sehr leckere Fischsuppe zum Frühstück genossen hast, fährst du weiter die Bucht entlang bis sich der Pazifik weit vor dir öffnet. Nachdem der Wagen abgestellt und du zum Aussichtspunkt gegangen bist, entdeckst du erneut etwas. Wale!!! Geschätzte 100 Meter vor der Küste ziehen gerade ein paar dieser riesigen Kreaturen in “hörweite” vorbei.
Was für ein Vormittag! Nicht zu vergessen, das alles in dem kleinen Städtchen, in dem Hitchcock seinen Klassiker “Die Vögel” gedreht hat. Anschließend gings nach San Francisco. (Aber nach dem Tagesstart war die Fahrt über die Golden Gate fast langweilig.)
Denver und Mount Evans
Nach zwei Wochen abgeschiedener Wildnis der diversen Nationalparks erreichten wir am Nachmittag Denver. Die Hauptstadt von Colorado, die sich selbst als “Mile High City” bezeichnet, ist der perfekte Ausgangspunkt für die bevorstehende Fahrt in die Rocky Mountains. Die Stadt selbst haben wir am folgenden Tag erkundet. Hierbei fielen uns vor allem die Klaviere in der 16th Ave auf, die jeder nach belieben nutzte, was der Stadt ihr besonderes Flair verlieh.
Am darauffolgenden Tag ließen wir unseren VAN die höchste Passstraße Nordamerikas zum Mount Evans hinauf schnaufen (14130 ft). Die Straße an sich war eine echte Herausforderung an Mensch und Maschine.
Oben angekommen, hatten wir nicht allzu viel Glück mit dem Wetter und daher eine geringe Fernsicht. Dafür konnten wir Schneeziegen und Murmeltieren aus der Nähe beobachten.
Als wir zahllose Steppen- und Wüstenkilometer hinter uns ließen, kamen wir in der Wüstenoase des Capitol Reef National Parks an. Dort haben wir unseren weiteren Tag mit der Planung des nächsten Hikes verbracht. Als wir damit fertig waren, kamen wir unverhofft ins Gespräch mit einem zuständigen Ranger. Dieser empfahl uns alle bisherigen Pläne über Bord zu werfen, denn er hätte einen besseren (Geheim-) Tipp für uns. Dieser Klang tatsächlich so gut, das wir uns darauf einließen. (Als gutgläubiger Bürger, glaubt man natürlich den örtlichen Behörden
)
Los gings, ein einzelnes Schild wies den Weg, als wir ca. 14:00 Uhr starteten. Frohen Mutes wanderten wir in der Hitze von Utah einem ausgetrockneten Creek entlang. Dieser mündete in dem Suphur Creek…. der uns etwas Abkühlung verschaffte! Wir folgten dem Fluss Suphur (wie es der Ranger beschrieb) und genossen die Landschaft. Langsam verlangte uns jedoch der Canyon einiges mehr ab, als wir erst kleinere dann größere Schluchten, Wasserfälle, Untiefen und Höhlen überwinden mussten. Abenteuerlustig nahmen wir diese Hürden mit der Hoffnung das hinter der nächsten Biegung kein Hindernis kommt, was Alpine- oder Sprengstoffkenntnisse verlangt. Als im Canyon langsam der Schatten dominierte, schauten wir erstmalig auf die Uhr… es war ca. 17:00Uhr. Angetrieben vom nahen Sonnenuntergang, unbekannter Entfernung zum Zielort und ersten Ermüdungserscheinungen legten wir noch eine Schippe drauf und schafften es doch noch vor der Dunkelheit aus dem Canyon.
Aber damit nicht genug, jetzt (so der Plan) hieß es zurück zum VAN trampen. Das klappte nicht so gut wie erhofft, so dass wir wieder einige Kilometer zu Fuß zurücklegten. Letztendlich hatten wir doch noch Glück und uns hat eine sehr nette Frau mitgenommen. Damit sparten wir uns immerhin noch 2 Kilometer, die wir sonst zu unseren insgesamt ca 16 Kilometer langen Fußmarsch hätten zählen müssen. So viel zu den im vorherigen Beitrag gelobten Wanderkarten und Rangertipps…aber lustig wars trotzdem.
Der Grand Canyon hinter uns, Page vor uns und dazwischen ne Menge Wüste, die “painted desert”. Unser Ziel im Land der Navajo: der Antelope Canyon. Mit einem Jeep ging es gut gefedert durch die staubige Hitze der Wüste zu einem von Wasser und Wind geformten Canyon. Ein tolles Schauspiel, wenn das Licht senkrecht von oben in den wellenartig geformten Canyon fällt. Nur Platzangst sollte man keine haben. Zum Abkühlen gab es dann ein Bad im Lake Powell, einem See mitten in der Wüste, der u.a. Las Vegas und Phoenix mit Wasser versorgt. Der als kurzer Zwischenstopp geplante Horseshoe Bend hat sich als echte Sehenswürdigkeit entpuppt. Dort schlängelt sich der Colorado River wie ein Hufeisen um die Felsen. Und jetzt die letzte Herausforderung des Abends: Schlafen im Auto bei tropischen Temperaturen ;0).