Categories
Asien

MYANMAR: Yangon (Rangun)

Da sind wir nun in einem Land, an dessen Grenzen noch immer Bürgerkrieg herrscht, das für mehrere Jahrzehnte Ausländern nicht zugängig war. Seit 2010 kann man als Tourist das Land wieder bereisen (wobei viele Regionen davon ausgenommen und abgeriegelt sind). Man fühlt sich auch ziemlich alleine hier. Keine Touristenhorden mit Kameras, wenige Hotels, keinerlei touristische Infrastruktur. Der Nahverkehr bleibt einem ein Rätsel, weil Straßen nicht ausgeschildert sind und man die Busnummern nicht entziffern kann. Man stolpert über die Bordsteine, watet mitten in der ehemaligen Hauptstadt durch Schlamm, die Hochspannungskabel liegen im Wasser und die Häuser wackeln, wenn ein Bus vorbeifährt. Aber die Menschen lächeln einen unentwegt an, grüßen wenn man vorbeikommt, schenken einem gegrillte Heuschrecken und helfen den richtigen Weg zu finden, auch wenn sie dafür kilometerweiße mit einem durch den Matsch laufen müssen. Ja, Matsch gibt es hier zur genüge: Jeden Tag regnet es mittags und abends unentwegt, in den Pfützen leben sogar Kaulquappen. Eine katastrophale Stadt voller netter Menschen.
IMGP0104IMGP0092

Im strömenden Regen haben wir uns mit dem Taxi zur Shwedagon Paya aufgemacht, der heiligsten buddhistischen Stätte im Land. Schon von weitem sieht man die goldene Pagode mit Relikten früherer Buddhas über der Stadt thronen. Nachdem man sich der Schuhe entledigt (und in Matthias Fall ein kariertes, rockartiges Gewand um die Hüften gebunden) hat, kann man mit den anderen Pilgern um die von unzähligen Tempeln umgebene Pagode wandeln: stillecht auf Marmor und im Uhrzeigersinn.
IMGP0024IMGP0027IMGP0055IMGP0083

Beeindruckend war auch eine Zugfahrt rund um die Stadt. Mit 5 km/h bummelt man vorbei an Reisfeldern, notdürftigen Behausungen und überschwemmten Vororten. Und bei jedem Blick aus dem Fenster grinsen einen die weißbemalten Gesichter der Birmaninnen an. Und da wir nun einmal im Zug saßen (nachdem uns der Schalterbeamte nicht nur zum Zug gebracht sondern auch noch im Waggon platziert hat), haben wir die Gelegenheit genutzt und die weißen Elefanten von Yangon besichtigt. Im buddhistische Glauben symbolisiert der Besitz eines weißen Elefanten allumfassende Herrschaft. Jeder König war also erpicht, einen solchen Elefanten sein Eigen zu nennen. Die Königselefanten hatten eine ganze Heerschar von Bediensteten, Tröge aus Gold und eigene Tänzerinnen. Soviel Luxus genießen die weißen Elefanten heute nicht mehr. Gut, weiß sind sie auch nicht, eher rosa bis gelblich. Und ob es echte Königselefanten waren, konnten wir auch nicht testen (Merkmal: 5 Zehennägel statt 4 und wenn man sie mit Wasser übergießt sollten sie rot werden). Von einem buddhistischen Mönch wurden wir in die allergröbsten Grundzüge des Buddhismus eingewiesen, haben an ein paar Ritualen teilgenommen und den Familienbuddha mit Goldblättchen beklebt. Mal schauen, was die nächsten Wochen in diesem Land noch alles bringen.
IMGP0134IMGP0196

Categories
Asien

Bangkok

Unser Hauptanliegen in Bangkok: Visa für Myanmar organisieren (nachdem wir in Singapur daran gescheitert sind). Ein zeit- und nervenaufreibendes Unterfangen, vor allem weil wir Thailand in 4 Tagen verlassen müssen. Also haben wir uns 1,5 Stunden bevor die Botschaft öffnet in die Schlange der schon über 40 Wartenden eingereiht… wir reden hier von Myanmar! Ein paar Stunden später waren wir 40 Dollar und unsere Reisepässe los, dafür aber am nächsten Tag im Besitz der begehrten Einreiseberechtigung. Nächste Aufgabe: absolut makellose Dollarnoten auftreiben. In Myanmar werden keine VISA-Karten am Automaten akzeptiert. Man kann nur Dollar in Kyat tauschen, aber die Noten müssen quasi druckfrisch sein. In Bangkok gibt es glücklicherweise ein paar Wechselstuben, die sich extra darauf eingestellt haben. Blieb nur noch die Banken abzuklappern um einige zu finden, die es mit den Tageshöchstsätzen nicht so genau nehmen. Nun gut, hat nicht ganz geklappt! Eine Karte ist gesperrt, dafür steht unserer Reise nichts mehr im Wege! Am 05.06. fliegen wir nach Yangon.

Ein bisschen Zeit für die Megacity haben wir auch noch gefunden. Im Boot sind wir quer durch die Stadt geschippert und haben den liegenden Riesenbuddha in What Po besucht. Der Weg zu den Botschaften hat uns mehrfach durch den Stadtpark geführt, mit Teichen voller riesiger Warrane. Und wie oft wir auf der Silom Road beinahe überfahren wurden habe ich verdrängt. Aber Bangkok bekommt noch eine zweite Chance. Wenn wir aus Myanmar wiederkommen brauchen wir schließlich noch ein vietnamesisches Visum.

IMGP1184IMGP1108IMGP1084IMGP1136IMGP1178

Categories
Asien

“Kohs” soweit das Auge reicht: Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao

KOH SAMUI: Mit dem Boot haben wir Abschied von Malaysia genommen um Thailand zu entern. Viele Stunden und ne Menge Verkehrsmittel später haben wir uns in – – – ins Bett geworfen um am nächsten Tag nach Koh Samui aufzubrechen. Am Chaweng Beach haben wir Quartier bezogen und nach einem Besuch im Bamboo Grill (hier kann sich outen, wer regelmäßig “Die Auswanderer schaut”) haben wir den Abend mit einigen Cocktails an der Strandbar verbracht. Leider steht das Wasser zu dieser Jahreszeit extrem niedrig, so dass die Strände nicht ganz so paradiesisch sind wie erhofft. Dafür sind wir genau richtig zur legendären Full Moon Party eingetroffen, die auf der Nachbarinsel gefeiert wird…und wie da gefeiert wird: bis zu 20000 Menschen bemalt mit Neonfarben tanzen am Strand, jonglieren mit Feuer und pinkeln ins Meer. Zwischendrin wird ordentlich Lachgas inhaliert und Alkohol gibts prinzipiell nur aus Eimern…also irgendwas zwischen Ballermann und Loveparade. Nur die halbstündige Bootsfahrt zum Event war haarsträubend: wegen zu hohen Seegangs mussten wir auf relativ kleinen Booten übersetzen, die Passagiere flogen durchs Boot und beim Einparken haben wir gleich 2 Fähren gerammt! Irgendwie haben wir es dann sogar noch rechtzeitig zur 2. Hälfte der Championsleague nach Hause geschafft (gut, dafür mussten wir uns zu dritt auf ein Taximoped quetschen). Der traurige Rest ist allen bekannt und der Kater am nächsten Tag war grausam.
IMGP0970
IMGP0980

KOH PHANGAN: Auf dieser etwas kleineren Insel geht es um einiges gemütlicher zu. In Sachen Unterkunft haben wir nen Volltreffer gelandet: eigener Bungalow im Resort direkt am Strand. Poolbar, Swimmingpool und Massagezelt…und das für sagenhafte 6 Euro die Nacht =0). Nachdem ich auf Koh Samui Zeuge von gleich 2 Mopedunfällen geworden bin (eine der Unglücklichen ist direkt durch das Werbeplakat unseres Hostels geflogen), hat es mich diesmal etwas Überwindung gekostet den Sozius zu spielen. Aber gelohnt hat es sich allemale: die Insel hat einen in den Bergen gelgenen Tempel, am Straßenrand sieht man hin und wieder Elefanten und der Full Moon Party-Strand bei Haad Rin ist ohne Menschenmassen wirklich wunderschön.
IMGP1026IMGP1037IMGP0995

KOH TAO: Eigentlich wollten wir nur 2 Tage bleiben aber irgendwie hat uns jemand direkt ins nächste Tauchresort geschleppt. Und jetzt, 4 Tage später ist Matthias zertifizierter PADI-Openwater-Diver. Meine Taucherkarriere ist etwas unrühmlich im Pool beendet worden (wie kommt der Typ auch dazu mir einfach die Luft abzudrehen und dann zu sagen ich solle ruhig bleiben). Nun gut, ich bin also unzertifizierter Swimmingpool-Diver hab dafür aber die Insel, den Strand und die vielen kleinen Läden genießen können. Matthias hat währenddessen gepaukt und nachmittags die Tiefen des Ozeans erkundet. Alles in allem war Koh Tao wohl die schönste der Inseln. Aber genug Strandleben…jetzt gehts nach Bangkok!

vlcsnap-2013-06-03-11h28m17s130
vlcsnap-2013-06-03-11h33m27s194vlcsnap-2013-06-03-11h39m13s34
vlcsnap-2013-06-03-11h44m49s105vlcsnap-2013-06-03-11h45m58s72

Categories
Asien

Georgetown und Langkawi

Essen, Schlemmern, Mampfen …darum dreht sich hier alles in Georgetown, der selbsterklärten malaysischen Hauptstadt der kulinarischen Genüsse. Und mal ehrlich, man bekommt das Gefühl, dass die Leute hier nichts anderes tun. Egal ob Garküchen, Nachtmarkt oder Restaurants, die Plätze sind immer gut belegt. Von indisch, chinesisch, malaysisch über Honigmelonensaft und frische Kokosnüsse findet hier jeder was für sich. Aber darüberhinaus lohnt auch das Bummeln durch die kleinen Gassen und Geschäfte von Little India und die vielen bunten Tempel. Im Schlangentempel hängen überall giftige Vipern und nur nebenbei warnen ein paar Schilder, die tödlichen Schlangen nicht zu berühren. Wer kommt denn auf die Idee? Ich war schon froh, dass sie nicht aus Versehen auf mich gefallen sind!
IMGP0733IMGP0795IMGP0771IMGP0780
Ein paar Tage und tausende Kalorien später haben wir uns einer dreistündigen, ganz schön schaukligen Bootsfahrt nach Langkawi ausgesetzt. Gut, dass es Vomex gibt, sonst hätte ich ganz schön dumm ausgesehen (nicht wenige Passagiere haben an Bord Freundschaft mit den Brechtüten geschlossen Zwinkerndes Smiley). Langkawi ist dafür jede Mühe wert. Als eine von ca. 100 kleinen Inseln im Nordosten Malaysias bietet das Eiland wunderschöne Sandsträne. So schön, dass Bilder davon oft für Südseewerbung herhalten müssen. Das gängigste Fortbewegungsmittel sind Mopeds, die wahlweise bis zu 4 Personen befördern. Wir haben es uns zu zweit auf einem gemütlich gemacht und sind kreuz und quer über die Insel gefahren (in Ermangelung einer richtigen Karte) um uns die Inselluft um die Nase wehen zu lassen. Nur die Affen fanden unseren Anblick (gelbe Halbschalenhelme mit Marienkäfern) nicht so amüsant wie wir. Auf dem fahrenden Moped sind wir von einem besonders selbstsicheren Exemplar attackiert worden…ohne größere Verluste. Das sollte sich aber ändern, als uns eine ganze Bande am Strand heimgesucht hat. Trotz Gegenwehr (wenn man leere Plastikflaschen als Wurfgeschosse gelten lässt) haben sie unser Mittagessen geklaut. Mit diesen Giftzwergen ist echt nicht gut Kirschen essen. Etwas hungrig und nur in großem Abstand zu den Affen am Straßenrand sind wir dann Richtung Mangrovenwälder gefahren. Bei der Fahrt durch die Mangroven haben wir neben den typischen Langkawi-Adlern auch noch eine giftige Viper im Geäst entdeckt.
Aus der geplanten Woche sind nun schon 25 Tage in Malaysia geworden… Zeit die Zelte abzubrechen und nach Thailand weiterzureisen.
IMGP0843IMGP0911
IMGP0809IMGP0854IMGP0939

Categories
Asien

Pulau Perhentian…das malaysische Paradies

Nach so viel Regenwald und der langen Zugfahrt in den Norden des Landes waren wir voller Vorfreude auf die angeblich paradiesischen Perhantian Islands…und es sollte noch besser kommen!

Noch auf der Zugfahrt haben wir den Tipp bekommen, dass man am “Mira-Beach” am günstigsten und schönsten unterkommt. Schon während der Bootsfahrt hat sich das bestätigt. Während die anderen Gäste an den großen Stränden ausgestiegen sind, ist das Boot mit uns zu einer kleinen, ziemlich einsamen Bucht weitergeschippert: 6 Holzbungalows, ein kleines Restaurant, dahinter der Regenwald und davor ein kleiner Strand mit türkisem Wasser umgeben von Kokospalmen…Volltreffer! Vier Tage faulenzen, schwimmen, schnorcheln und essen. Und wenn einem der Sinn nach Gesellschaft steht, dann heißt das 30 Minuten Fußmarsch durch den Regenwald oder mit dem Wassertaxi  (Autos oder Straßen gibt es hier nicht) zur Coral Bay. Aber auch dort geht das Leben entspannt zu und die Zahl der Touristen ist überschaubar.

Die Abende klangen meist mit kleineren oder größeren Tropenstürmen aus, die für nächtliche Abkühlung gesorgt haben. Dumm nur, dass sich immer bei Regen ein Waran in unsere Hütte geflüchtet hat und auf den Dachbalken spazieren ging. Unser ungewollter Mitbewohner war mit 60 cm noch relativ klein. Auf dem Weg zur Coral Bay sind wir über einen Waran von mehr als 1m gestolpert! Dagegen sind Geckos im Rucksack noch niedlich. Alles in allem: das malaysische Paradies!

IMGP0707

IMGP0719IMGP0725

Categories
Asien

Cameron Highlands

Soviel Regen im Hochland Malaysias….und wir reden hier nicht vom klassischen deutschen Nieselregen sondern von fast monsunartigen Regengüssen. Glücklicherweise kann man die Uhr danach stellen und wenn man alle Ausflüge am Vormittag plant, bleibt man trocken. Also man wird zumindest vom Regen verschont, den der Wasserverlust beim Wandern im Bergregenwald ist immens! Das haben wir beim Klettern auf die beiden Berge Gunung Beremban und Gunung Brinchang am eigenen Leib erfahren. Über dichtes Wurzelwerk, vorbei an Lianen, bis zu den Knöcheln im Schlamm und am Gipfel schon fast kletternd. Der Rückweg gestaltete sich da etwas einfacher durch die endlosen Teeplantagen.

Nach drei Tagen standen die Ampeln auf grün und wir bekamen die Nachricht, dass die größte Blüte der Welt gerade zu bestaunen ist. Auf einer 3-stündigen Wanderung in den Regenwald haben wir sie dann gefunden: Rafflesia! Bis zu 12 Monate braucht sie zum “Reifen” um dann für nur 4 Tage zu blühen, sich anschließend in schwarzen Matsch zu verwandeln und dann nach ca. 20 Jahren wieder zu erscheinen. Aber während der 4 Tage ist Rafflesia eine echte Augenweide und erreicht eine Blütengröße von bis zu 1m im Durchmesser. Auf dem Weg dahin hat eine quietschgelbe Langnasen-Viper unseren Weg gekreuzt.

IMGP0428IMGP0447IMGP0468IMGP0456

Categories
Asien

Kuala Lumpur – die Hauptstadt Malaysias

Komisch, wie weit Vorstellung und Realität auseinander gehen können. Bis vor 3 Tagen hätte ich Kuala Lumpur eher mit Slums in Verbindung gebracht. Aber das war bevor wir im Häuserdschungel dieser Megastadt verlorengegangen sind und mehr als 2 Stunden gebraucht haben um unser Hostel wiederzufinden. Überall Highways, Straßen- und Schwebebahnen, Einkaufszentren, und über allem thronen die Petronastowers (bis 2004 das höchste Gebäude der Welt). Und wer sich dem Shoppingwahnsinn so richtig hingeben will, der findet im Inneren der Tower alles, wonach er gesucht hat: Gucci, Prada, Versace …

Wir haben uns da lieber auf die kleinen Märkte in Chinatown, unseren neuen vegetarischen Lieblingsinder und die Kneipen konzentriert. Außerdem wissen wir jetzt endlich was ein “Fish-Spa” ist (ich hab mich das schon seit Singapur gefragt). Für 5 Ringitt ist man dabei und kann sich die Füße mal ordentlich von Doktorfischen abknabbern lassen. Nachdem ich vor Lachen fast geplatzt wäre, konnte ich dem sogar was abgewinnen…zumindest bis die Fische sich dann auch zwischen den Zehen gütlich getan haben…

Gestern ging es dann im Zug zu den Batu-Caves, wo die größte Murga-Statue der Welt über Tempelanlagen und Höhlen mit Schreinen wacht. Und nun sitzen wir wieder im Bus. Unser Ziel: die Cameron Highlands im Zentrum des Landes. Am 5. Mai sind Regierungswahlen in Malaysia. Ein Einheimischer hat uns geraten, dann besser nicht in der Stadt zu sein wegen möglicher Unruhen…nun gut, also auf in die Berge!

IMGP0207IMGP0230IMGP0276IMGP0345IMGP0280IMGP0273

P.S.: Wir haben einen Weg gefunden unsere Reiseroute manuell zu aktualisieren.

Categories
Asien

Die ersten Tage in Malaysia: Melaka

Uns hätte es schon an der Grenze klar werden müssen, als die malaysische Grenzbeamtin Matthias mit einem Grinsen auf den Lippen fragte, ob er Campen gehen will. Der Groschen fiel aber erst nachdem ein kleines Mädchen gar nicht mehr aufhören konnte zu lachen, als sie vor Matthias stand und ständig auf seine Haare gezeigt hat….ich glaub man will uns deutlich machen, dass der letzte Friseurbesuch schon zu lange her ist. Darüberhinaus waren die ersten Tage in Malaysia in der geschichtsträchtigen Stadt Melaka sehr erholsam. Nach chinesischer, holländischer und britischer Regentschaft ist nun ein multikultureller Schmelztiegel zurückgeblieben und das Essen könnte abwechslungsreicher nicht sein: chinesisches Frühstück, indisches Mittag, pakistanisches Abendbrot und dazwischen Säfte und Kokosnuss. Ja, man kann es sich auf den Nachtmärkten und an der Uferpromenade des Kanals, der die Stadt halbiert wirklich gutgehen lassen. Das riesige Ungetüm, was wir im Kanal entdeckt haben, hat sich dann als große Eidechse und nicht wie vermutet als Krokodil entpuppt (wer will schon ein Krokodil in Reichweite der Terrasse). Aber nun genug der Entspannung, heute stürzen wir uns in das Großstadtgetümmel Kuala Lumpurs. Mit an Bord übrigens unsere neue Kamera, die wir in Singapur erstanden haben, nachdem die alte mehr und mehr ihren Dienst versagt. Der Wehmutstropfen: unser Minihomer, oder der USB-Anschluss, oder das Kabel hat seinen Geist aufgegeben. Wir haben alles menschenmögliche getan, ein neues Kabel gekauft, den Service kontaktiert…aber es sieht so aus, als könntet ihr den Rest der Reise nicht auf der Karte nachverfolgen.

IMGP0131IMGP0087IMGP0117

Categories
Asien

Singapur

Nach dem fast 12-stündigem Flug empfängt uns Singapur mit einer feucht-heißen Umarmung. Da in der Millionenmetropole aber fast alles außer der Straßen klimatisiert ist, vergisst man das ganz schnell. Dafür punktet Singapur mit Superlativen wo das Auge hinschaut. Die Wolkenkratzer stehen eng an eng und übertrumpfen sich in der Architektur. Über 3 Hochhäuser spannt sich ein riesiger Stahlfisch (der eigentlich eher wie ein Boot aussieht) und auf den Dächern wachsen Palmen. Die Einkaufszentren sind überdimensional und die U-Bahn (hier MRT) hypermodern. An der Bay werden jeden Abend kostenlose Konzerte veranstaltet und in den kleinen indischen, chinesischen und muslimischen Vierteln kann man famos gut essen…auch wenn man die Gerichte nur selten aussprechen kann. Nach 3 Tagen Metropole fahren wir morgen nach Malaysia…
CIMG1383
CIMG1432

Categories
Ozeanien

Der wilde Süden und die Ostküste

Neben dem Milford Sound (eigentlich ein Fjord) hält der Süden Neuseelands vor allem steile Küsten, lange Strände, Pinguine, Delphine, Seelöwen und ne Menge Einsamkeit für Reisende parat. Ja, einsam kann man sich schon fühlen auf verlassenen Campingplätzen fernab der nächsten Siedlung am Ende unwegsamer Schotterpisten. Dafür hört man im Bett die Hirsche röhren und die Jäger schießen. Wenn es dann geklappt hat, wird das Wild geköpft und wie ein Rucksack auf dem Rücken aus dem Wald getragen. Aber das nächtliche Konzert hat dann noch kein Ende, dafür sorgen die stimmgewaltigen Vögel. Eine Schweizerin hat es auf den Punkt gebracht und einen der Krawallmacher “Modem-Vogel” getauft. Tatsächlich ahmt der Vogel perfekt das Knarren und Piepen eines Uraltmodems nach…

Unsere Suche nach Pinguinen blieb erfolglos, dafür sind wir in den Catlins fast wörtlich über Seelöwen gestolpert und haben Hector Delphine (die kleinsten Delphine der Welt…und die pummeligsten) in der Porpoise Bay gesichtet.

CIMG1141CIMG1220CIMG1070CIMG1098

Danach ging es entlang der Ostküste über Dunedin nach Christchurch…noch immer eine riesige Baustelle nach den Erdbeben von 2010 und 2011. Behelfsweise sind die Boutiquen und Shops in Containerwägen gezogen und trotzen den Ruinen der Innenstadt. 158 weiße Stühle sollen an die Toten des Unglückes erinnern.

CIMG1262CIMG1275

Nach den schönen Campingplätzen im Wald und am Strand aber auch ein paar bitterkalten Nächten und Dauerregen seit 3 Tagen geht es heute zurück auf die Nordinsel… Vielleicht ist da noch Sommer.

Admin | Reiseblog anlegen | Auch Lust auf eine Weltreise?