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Caye Caulker: Schnorcheln im Belize Barrier Reef

Nach einer weiteren umständlichen Reise in Bussen, Taxis und Booten sind wir an unserem letzten Ziel in Mittelamerika angekommen: Caye Caulker, einer karibischen Insel vor Belize City am Rande des Belize Barrier Reef. Das Riff ist Teil des Mesoamerikanischen Barriereriff und damit das zweitgrößte der Welt. Die Insel selber ist von Palmen gesäumt, Bars reihen sich aneinander und es gibt keinerlei Autos. Nach 3 Tagen purer Erholung haben wir uns einmal quer durchs Meer gegessen (Barracuda, Hummer, Schrimps) und beschlossen sportlich aktiv werden zu müssen. Prompt saßen wir für einen siebenstündigen Segeltörn auf der “Ragga Prince” um im Korallenriff zu schnorcheln. 3 verschiedene Punkte haben wir angesteuert. Als blutiger Anfänger hatte ich beim ersten Stopp ganz schön mit Schnorchel, Maske und Atmen zu kämpfen…hat dann aber doch noch gereicht um die tollen Korallen und bunten Fische zu genießen. Der zweite Stopp hat mir dann wieder den Atem genommen: diesmal hieß es mit Haien und Rochen Schnorcheln. Mit weichen Knien sprangen wir ins Wasser (und glücklicherweise auf keinen der Haie) um dann sogar die kleineren Exemplare streicheln zu können…ein mulmiges Gefühl blieb trotzdem. Der letzte Halt versprach dann wieder Korallen, noch mehr Fische und Schildkröten bevor die Segel gehisst wurden und wir mit Cocktail in der einen und Schrimps in der anderen Hand im Sonnenuntergang nach Hause gesegelt sind. 

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Auf dem Rio Dulce von Guatemala nach Belize

Das wohl schönste öffentliche Verkehrsmittel ist das Wassertaxi von Rio Dulce am Lago Izabel nach Livingston. 2 Stunden auf dem Rio Dulce, der sich mal zu einem See erweitert um dann wieder durch einen Canyon zu schlängeln. Am Ufer der Regenwald, heiße Quellen, zahllose Wasservögel und ein Meer von Seerosen… Nach einem kurzen Aufenthalt in Livingston, wo der Fluss in den Atlantik mündet, sind wir dann Richtung Belize aufgebrochen. Der Grenzübertritt war ganz schön aufwendig: mit dem Boot nach Puerto Barrios um den guatemaltekischen Ausreisestempel zu bekommen. Dann eingepackt in Regenjacke und Plastikfolien im Speedboot über den verregneten Atlantik bis nach Punta Gorda um in Belize einzureisen. Mit frischem Stempel im Reisepass ging es dann im Schulbus (in Zentralamerika sind die öffentlichen Busse alte amerikanische Schulbusse) nach Indepencia, wo wir nur noch mittels Taxi unsere Fähre auf die Halbinsel Placencia erwischen konnten… Willkommen in der Karibik! Im Bus läuft Bob Marley, die Straßenränder sind gesäumt von Muscheln und das Meer könnte türkiser nicht sein.

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Livingston: aus aktuellem Anlass

Für all jene, die es schon in den Nachrichten gesehen oder gelesen haben: uns geht es gut. Das Erdbeben der Stärke 7,2 hat v.a. an der Westküste Guatemalas für eine Menge Schäden gesorgt. Gott sei Dank befinden wir uns gerade hunderte Kilometer weiter im Osten nahe der Atlantikküste in Livingston. Heute Morgen hat mal kurz das Bett gewackelt. Da unser Hostel aber auf Stelzen im Wasser steht, haben wir das aber auf alles mögliche Andere geschoben. Komisch wurde es dann erst, als wir ausgerechnet zum Gipfel des Erdbebens auf der höchsten Brücke der Stadt (die wahrhaft keinen stabilen Eindruck macht) standen und den Ausblick auf den Lago Izabel und den Rio Dulce genossen. Plötzlich fing die ganze Brücke mehrmals an zu schwanken: mir wurde es ganz anders. Matthias hat fröhlich Fotos gemacht und behauptet, dass ist bestimmt immer so (wegen der LKWs). Meiner Meinung nach sollten Brücken dieses Ausmaßes nicht wackeln, was Matthias aber nicht davon abgehalten hat Witze zu machen (“über dem Wasser sind wir doch am sichersten!”). Das dem Ganzen kein Konstruktionsfehler sondern ein schweres Erdbeben zu Grunde lag, haben wir dann erst am Abend in den Nachrichten gelesen… Wir haben unseren Ausflug nichtsahnend fortgesetzt und ein altes Fort zur Verteidigung der Stadt vor Piraten besucht und genießen inzwischen wieder Cocktails auf unserer “schwimmenden Unterkunft”.
http://www.spiegel.de/panorama/erdbeben-in-guatemala-mexiko-el-salvador-verletzte-und-schaeden-a-865960.html

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Blick von besagter Brücke auf unser Hostel am Ufer des Rio Dulce

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Castillo
de San Felipe

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Im Dschungel von Semuc Champey

3 Tage im Dschungel…das heißt Strom täglich nur von Sonnenuntergang bis 21 Uhr, nahe einem Herzinfarkt unter der eiskalten Dusche im Dunkeln und immer auf der Hut vor Taranteln. Um zu “Las Marias” (unserer Unterkunft im Regenwald) zu kommen, hieß es erstmal auf die Ladefläche eines Pickup springen und zusammen mit 7 feierlustigen guatemaltekischen Botanikstudenten den Schlaglöchern und knietiefen Schlammlöchern zu trotzen. Eine Stunde wirklich unwegsamen Geländes bis wir in unserer kleinen (an allen Ecken und Enden undichten) Hütte den nächsten Wettkampf antreten mussten…der Kampf ums Bett mit zahllosen Ameisen. Als die dann auch noch unsere Kekse im Rucksack entdeckt haben, hatten wir wenigstens das Bett wieder für uns. Wie auch immer, der Ausflug hat sich trotzdem gelohnt. Umgeben von schier endlosem Regenwald, einem türkisfarbenen Fluss der in Semuc Champey nach einem imposantem Wasserfall streckenweise unterirdisch verläuft, während oberirdisch natürliche Pools zum Baden einladen. Matthias hat noch eine Privatführung (in Ermangelung anderer Waghalsiger) durch das Höhlensystem des unterirdischen Flusses bekommen. Mit Kerzen in der Hand ging es 2 km tief in die Höhlen voller Stalagniten und –titen, einem unterirdischen Wasserfall, teilweise nur schwimmend oder durch Tunnel rutschend. Nachdem die Höhle sicher verlassen wurde, sind die beiden noch von einer Brücke gesprungen (siehe unten) und die Reststrecke bis zu unserer Hütte auf Reifen den Fluss entlang getrieben. Die guatemaltekischen Studenten haben abends noch zum Grillen (“Churrasco”) am Fluss eingeladen, wo der Abend dann auch feuchtfröhlich ausklang.
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Antigua und der Tanz auf den Gräbern von Santiago Sacatepéquez

Nach einer sechsstündigen Fahrt sind wir in Antigua, der ehemaligen Hauptstadt des Landes, angekommen. Antigua liegt in einem wunderschönen Tal und ist von drei riesigen Vulkanen umgeben, wobei einer im Moment aktiv ist. Die Vulkane sowie Erdbeben haben diesem Ort in der Vergangenheit erhebliche Schäden verursacht, welche heute noch an den größeren historischen Gebäuden sichtbar sind. Merkwürdigerweise ist dies vielleicht ein Grund für den besonderen Charme dieser Stadt.
Nachdem wir Antigua zu Fuß ausgiebig erkundet hatten, haben wir uns dazu entschlossen am “Todos Santos”  den kleinen Ort Santiago Sacatepéquez zu besuchen. Dieser ist für sein “Drachenfest” auf dem örtlichen Friedhof bekannt. Wahnsinn, was auf einem Friedhof so alles veranstaltet werden kann. Kleine Kinder sprangen von Grab zu Grab, Jugendliche ließen Drachen steigen, die Eltern tranken Bier und fliegende Händler zogen ihre Karren über frische Grabhügel. Naja, muss man mal gesehen haben, ich habe mir jedenfalls auch einen Drachen gekauft und fleißig bei der bizarren Sause mitgemacht. Zwinkerndes Smiley Neben kleinen Drachen, gab es auch einige meterhohe, von den umliegenden Dörfern gebastelten zu bestaunen. Auch der Weg zum Friedhof hatte es in sich. Auf den wenigen Straßen herrschte ausgelassene Stimmung. Vorwärts ging es nur im Strom mit tausenden von Menschen vorbei an zahllosen Straßenständen (an denen mal mehr und mal weniger Schmackhaftes angeboten wurde). Zwischendurch drängeln sich Motorräder, Autos und Busse während Polizisten mit MGs verzweifelt versuchen Ordnung ins Chaos zu bringen… Ein bizarres Spektakel!

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Lago Atitlan

Wie von Reiseführer und Einheimischen prophezeit, geht es in San Pedro La Laguna “muy tranquilo” zu. Noch mehr chillen hieße ins Koma zu fallen. Das Einzige, was einen zwischen Drinks und Abhängen mal aufschrecken lässt, sind Böller und Raketen, die zu jeder möglichen und unmöglichen Tageszeit gezündet werden. Heute haben wir uns dann mal aus der Hängematte aufgerafft und sind in einer Nussschale die Dörfer am Rande des Sees und zwischen den Vulkanen abgefahren. Die Nussschale hat sich dann unerwartet als Speedboot erwiesen…Die Taschen voller Souvenirs, der Magen Gott sei Dank leer ging es bei ganz schön starkem Wellengang zurück in die Hängematte…

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Adios Xela!

Mit einem weinenden Auge verlassen wir Quetzaltenango nach 2 wunderschönen Wochen. Unzählige neue Eindrücke gesammelt und altbekannte Gesichter aus Valladolid und San Cristobal wiedergetroffen (witzig, wie sich die Wege auf Reisen kreuzen). Die letzte Woche haben wir damit zugebracht unsere Spanischlehrerin Vanessa 5 Stunden täglich mit unserem dürftigen Sprachkenntnissen zu quälen. Gewohnt haben wir bei Martha, die uns den ganzen Tag bekocht und umsorgt hat: Schoko-Pancakes zum Frühstück und ne Menge Reis ;0). In einer heimischen Chocolateria haben wir uns den Bauch mit der guatemaltekischen Delikatesse vollgeschlagen bis wir Bauchschmerzen hatten. Matthias musste für eine Salsastunde herhalten, durfte tags darauf aber zur Entschädigung in eine (Hinterhof-)Schnapsbrennerei. Donnerstags fieberte die ganze Stadt mit ihrem Fußballteam um den Einzug in die mittelamerikanischen Meisterschaft. Davor haben wir, erschwert durch einige Stromausfälle, gemeinsam gekocht und anschließend mit Feuerwerk und Böllern den gelungenen Einzug Xelas ins Achtelfinale gefeiert. Nach einem letzten Abend bei Bier und Livemusik gab es zum Abschied noch ein kleines Erdbeben bevor wir aufgebrochen sind. Gewappnet mit unseren neuen Spanischkenntnissen machen wir uns zum Lago Atilan auf. Nachdem es nun schon einige Beschwerden über unser Reiseverhalten gab (“Andere schaffen es in 80 Tagen einmal um die Welt”), legen wir jetzt wieder ein bisschen an Reisegeschwindigkeit zuZwinkerndes Smiley.

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Endlich in Guatemala: Quetzaltenango

9 Stunden, so lange braucht man für die 250 km von San Cristobal im mexikanischen Hochland bis nach Quetzaltenango (auch Xela genannt) in der guatemaltekischen Sierra Madre. Nach einem unkomplizierten Grenzübertritt hatten einige im Kleinbus ganz schön mit der kurvigen Piste zu kämpfen (außerdem setzen die Guatemalesen in Sachen wagemutiger Fahrstil nochmal eins drauf. Da wir jede unbefestigte Schotterpiste schnell mal zur 3-spurigen Fahrbahn). Erleichtert und geschafft kamen wir abends in der zweitgrößten Stadt des Landes an und haben uns erstmal hausgemachtes Hühnchen von der wohl geduldigsten und nettesten Oma der Stadt munden lassen. Umgeben von Vulkanen und Bergen hat sich Matthias dann dazu hinreißen lassen mit einem Finne, einem Australier und einem Einheimischen den größten Berg Mittelamerikas zu besteigen. Das hieß: 6-stündige Wanderung zum Gipfel des Tajumulco (Höhe 4220m), Übernachtung im Zelt bei eisigen Temperaturen und dann Abstieg bei Sonnenaufgang. Aufgrund einer Erkältung konnte ich mich vor dem Wagnis drücken. Als ich die Jungs dann am nächsten Tag gesehen habe, war ich auch ganz froh drüber: Triefnasen, Kopfschmerzen, übernächtigt und insgesamt ganz schön neben der Spur…dafür aber lohnende Ausblicke auf die umliegenden Berge und Vulkane. Zum Entspannen haben wir dann noch ein paar heiße Quellen in der Umgebung besucht…

Nachdem es nun eine Woche gebraucht hat um den Namen der Stadt fehlerfrei auszusprechen zu können, haben wir beschlossen noch eine Woche zu bleiben um einen Spanischkurs zu besuchen. Wenn alles klappt, ziehen wir dann am Montag bei einer guatemaltekischen Familie ein und drücken vormittags die Schulbank.

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Grenzübertritt Mexiko – Guatemala

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Sonnenaufgang vom Gipfel des Tajumulco

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Der Schatten des Vulkangipfels auf den Wolken

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Irgendwo in der Nähe der  “Hot Springs”

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San Cristóbal de las Casas

Die auf 2200 m gelegene Stadt im Hochland von Chiapas soll vorerst unsere letzte Destination in Mexiko sein und gleichzeitig als Ausgangspunkt für den Grenzübertritt nach Guatemala dienen.
Die Stadt selbst überraschte nicht nur durch die indigene Bevölkerung, Kolonialarchitektur und buntes Markttreiben sondern auch mit kühlen Nächten. Seit langer Zeit tragen wir wieder lange Hosen etc. Besonders in der Nacht fallen die Temperaturen deutlich unter 10°C. Von San Cristobal aus besuchten wir zwei Dörfer (Chamula und Zinacantán) in der unmittelbaren Umgebung. Wir hatten einen guten Guide, der uns die Kultur der heute lebenden Nachfahren der Maya näher brachte. Respektiv war dies sogar besser für uns, da letztes Jahr ein Amerikaner aufgrund seines “Fehlverhaltens” für ein paar Tage inhaftiert wurde. Dieser hatte in der Kirche/Gebetshaus fotografiert, jedoch glauben die Maya, dass dadurch ihre Seele gestohlen wird, was den freundlichen Umgang verständlicherweise einschränkt. Darüberhinaus sind auch weitere bizarre “Verhaltensweisen” wie z.B. das Töten von Hühnern und Trinken von Softtrinks (z.B. Coca Cola) in der Kirche als Teil der Gebete zu beobachten. Danach besuchten wir die zivilen und spirituellen Führer der Orte und erhielten einen tollen Einblick in die Kultur. Die teilautonomen Orte haben ihre eigenen Gesetze, Polizei und akzeptieren den Vatikan nicht. Das äußert sich zum Einen in den “uns” fremden religiösen Ritualen und zum Anderen in der Art wie Straftaten geahndet werden. Mitten auf dem Marktplatz werden die Straffälligen in einem öffentlich zugängigen Gefängnis zur Schau gestellt. Die Palette reicht von Haft, Ausschluss aus der Gemeinschaft bis hin zur Verbrennung. Und das alles in Mexiko!
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Campeche und Palenque

2 Tage in der Innenstadt von Campeche, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, heißt bummeln durch zahllose Gassen, vorbei an bunten Häusern, kleine Plazas, Kathedralen und Cafes. Das lässt dann auch die kleinen, vielbeinigen Mitbewohner in unserem Hostel (einem alten Kloster) vergessen Zwinkerndes Smiley.CIMG6075CIMG6081

Danach stand die erste längere Busfahrt nach Süden Richtung Palenque (Bundesstaat: Chaipas) an. Ein nettes Hostel in der Stadt diente als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Maya-Ruinen Palenques und zu den Wasserfällen und Kaskaden der Umgebung: Misa Hol und Aqua azul (wobei das Wasser wegen der langen Regenfälle der vorherigen Nacht eher grün als blau “erstrahlte”). Nicht zu vergessen: der kulinarische Genuss roter Bananen…hmmmm

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