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Yellowstone Teil 1 … von Bergen, Seen und Bisons

Nach einer schier endlosen Fahrt durch Wyoming und kurzem Stopp in Cody ging es endlich in den Yellowstone Nationalpark. Nachdem wir unser erstes Nachtlager in Bridge Bay erreicht hatten, wollten wir am Abend noch etwas wandern. Also auf zur Natural Bridge und zum Pelican Lake. Vom Auto aus sind die freilebenden Bisonherden ja ganz nett anzuschauen. Aber schon bei der ersten Wanderung mussten wir feststellen, dass so ein bisschen Autoblech ne Menge Sicherheit bietet. Auf dem Rückweg von der Naturalbridge kamen uns zunächst aufgeregte Besucher und hinterher ein Koloss von Bison auf dem Wanderweg entgegen…was nun? Panischer Rückzug und Flucht über einen Steilhang in den dichten Wald… so reagieren Frauen. Männer bleiben lässig am Rand stehen und harren dem, was da kommt. Das Bison ist dann völlig unbeeindruckt nach links abgedreht.

Am nächsten Tag ging die Wanderung nach einer kurzen Fahrt Richtung Norden über endlose Weiden, durch dichten Wald, zu versteckten Bergseen, entlang am Canyon und Wasserfällen. Alles dabei, was den Osten des Yellowstone Parks so unvergleichlich schön macht. Am abendlichen Lagerfeuer hat uns dann ein Camper erzählt, dass auf eben unserer Wanderstrecke letztes Jahr zwei Wanderer von Bären getötet worden sind (was heute nur noch selten vorkommt, in den 60er und 70ern aber bis zu 50mal im Jahr!). Meine Wanderlust war plötzlich dahin. Die Option mich totzustellen, scheint mir nicht ausreichend hilfreich im Kontakt mit einem Grizzlybär!

Schön war es trotzdem und ab hier wird es dann auch etwas weniger wild.

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Mt. Rushmore und Badlands Nationalpark

Nach langem Überlegen haben wir uns dann doch für einen Abstecher nach South Dakota entschieden. Die Rockies im Rücken ging es erstmal hunderte Meilen vorbei an den endlosen Wiesen Wyomings. Wer denkt Brandenburg ist dünn besiedelt, der sollte sich erst das hier anschauen…alle 50 Meilen ein Briefkasten. Aus logistischen Gründen haben wir die erste Nacht in Hot Springs verbracht. Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen und unseren Van zum Ölwechsel in die Werkstatt bringen. Auf dem Weg Richtung Rapid City haben wir am Rande des Custer State Park endlich die ersten freilebenden Bisonherden gesehen. Einige Büffel standen erschreckend nah an der Straße. Aber zum Glück hatten wir schon ausreichend Verhaltensmaßregeln im Umgang mit Büffeln mit auf den Weg gegeben bekommen (“immer auf den bösen Blick achten!”). Hätten die gewusst, dass Matthias am Vorabend ein Büffelsteak verspeist hat (mein Elchsteak war übrigens besser)…

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                    Büffel vorher                                                           Büffel nachher ;0) 

Nach einem Besuch bei Mount Rushmore, wo die Gesichter der Präsidenten Washington, Lincoln, Jefferson und Roosevelt in den Berg gehauen sind, ging es noch kurz an den Horsethief Lake und von dort in den Badlands Nationalpark. Der wurde im Übrigen von den Pionieren aufgrund seiner Unwirtlichkeit so benannt. Die Prärieflächen bieten aber den größten noch wildlebenden Büffelherden eine Heimat. Nach einem heißen und windigen Nachmittag zog dann abends plötzlich ein Gewitter auf. Umgeben von Blitzen und Donner blieb uns nichts anderes übrig, als im Auto auszuharren. Nachdem ein Ende nicht in Sicht war, haben wir uns Schlafen gelegt. Mitten in der Nacht ging es dann wieder los: Der Van durchgeschüttelt, Platzregen, Blitz und Donner, diesmal waren wir mitten im Unwetter. Unsere Nachbarn im Zelt waren echt nicht zu beneiden. Aber am nächsten Morgen alles wieder gut, strahlender Sonnenschein!

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Rocky Mountains

Heute hieß es Sandalen und Sonnencreme wegpacken, Wanderschuhe und Skiunterwäsche waren gefragt. Am ersten Abend mussten wir uns erst mal akklimatisieren. Die Höhenluft und die geringen Temperaturen im Vergleich zu den Wüsten und Prärien, die nur knapp hinter uns lagen, verlangten nach einem entspannten Abend am Lagerfeuer. Essen und Kosmetikartikel mussten bärensicher in extra dafür vorgesehenen Stallkäfigen oder im verschlossenen Auto gelagert werden… dumm nur, wenn man in eben diesem Auto schläft. Wie auch immer, Bären haben sich nicht blicken lassen. Am folgenden Tag gab es dann eine Wanderung durch die wunderschönen Rocky Mountains, vorbei an Felsen, Fliegenfischern bis hoch zu alpinen Bergseen, nicht weit entfernt die schneebedeckten Gipfel der Rockies. Fußlahm aber gut gelaunt gingen wir danach noch in Estes Park bummeln und nach einem auf offenem Feuer gekochten Chili ins Bett.

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Denver und Mount Evans

Nach zwei Wochen abgeschiedener Wildnis der diversen Nationalparks erreichten wir am Nachmittag Denver. Die Hauptstadt von Colorado, die sich selbst als “Mile High City” bezeichnet, ist der perfekte Ausgangspunkt für die bevorstehende Fahrt in die Rocky Mountains. Die Stadt selbst haben wir am folgenden Tag erkundet. Hierbei fielen uns vor allem die Klaviere in der 16th Ave auf, die jeder nach belieben nutzte, was der Stadt ihr besonderes Flair verlieh.

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Am darauffolgenden Tag ließen wir unseren VAN die höchste Passstraße Nordamerikas zum Mount Evans hinauf schnaufen (14130 ft). Die Straße an sich war eine echte Herausforderung an Mensch und Maschine. Zwinkerndes SmileyOben angekommen, hatten wir nicht allzu viel Glück mit dem Wetter und daher eine geringe Fernsicht. Dafür konnten wir Schneeziegen und Murmeltieren aus der Nähe beobachten.

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Arches Nationalpark, der vorerst letzte Canyon

Wer hätte das gedacht, es geht nochmal heißer. Deswegen auch der Beiname des Arches Nationalpark: “The heart of the desert”. Da hieß es erst mal Campingplatz suchen, Mittagspause und ein Eis in Moab essen. Nachmittag sind wir dann die sehenswertesten Aussichtspunkte angefahren und haben wegen der noch vom Vortag etwas müden Knochen nur einige kurze Wanderungen gemacht. Der Name des NP leitet sich übrigens von den bogenartigen Steinen ab, die zu Hauf zu finden sind. Nach einem Besuch im Devil´s Garden hat Matthias dann eine Kneipe mit hauseigener Brauerei ausfindig gemacht. Bei ein paar Pint Bier, Pasta und Burger kam die Nacht. Auf unserem Campingplatz sind wir dann fern ab der Zivilisation (zumindest gefühlt) bei Grillenzirpen und dem Rauschen des Colorado eingeschlafen, der eine eher, der andere später…

Nach so vielen Canyons brauchen wir langsam Abwechslung, deswegen steht uns jetzt noch ein 350 Meilen Trip bevor bis wir in Denver landen.

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Hitchhiking im Capitol Reef National Park

Als wir zahllose Steppen- und Wüstenkilometer hinter uns ließen, kamen wir in der Wüstenoase des Capitol Reef National Parks an. Dort haben wir unseren weiteren Tag mit der Planung des nächsten Hikes verbracht. Als wir damit fertig waren, kamen wir unverhofft ins Gespräch mit einem zuständigen Ranger. Dieser empfahl uns alle bisherigen Pläne über Bord zu werfen, denn er hätte einen besseren (Geheim-) Tipp für uns. Dieser Klang tatsächlich so gut, das wir uns darauf einließen. (Als gutgläubiger Bürger, glaubt man natürlich den örtlichen Behörden Zwinkerndes Smiley )

Los gings, ein einzelnes Schild wies den Weg, als wir ca. 14:00 Uhr starteten. Frohen Mutes wanderten wir in der Hitze von Utah einem ausgetrockneten Creek entlang. Dieser mündete in dem Suphur Creek…. der uns etwas Abkühlung verschaffte! Wir folgten dem Fluss Suphur (wie es der Ranger beschrieb) und genossen die Landschaft. Langsam verlangte uns jedoch der Canyon einiges mehr ab, als wir erst kleinere dann größere Schluchten, Wasserfälle, Untiefen und Höhlen überwinden mussten. Abenteuerlustig nahmen wir diese Hürden mit der Hoffnung das hinter der nächsten Biegung kein Hindernis kommt, was Alpine- oder Sprengstoffkenntnisse verlangt. Als im Canyon langsam der Schatten dominierte, schauten wir erstmalig auf die Uhr… es war ca. 17:00Uhr. Angetrieben vom nahen Sonnenuntergang, unbekannter Entfernung zum Zielort und ersten Ermüdungserscheinungen legten wir noch eine Schippe drauf und schafften es doch noch vor der Dunkelheit aus dem Canyon.

Aber damit nicht genug, jetzt (so der Plan) hieß es zurück zum VAN trampen. Das klappte nicht so gut wie erhofft, so dass wir wieder einige Kilometer zu Fuß zurücklegten. Letztendlich hatten wir doch noch Glück und uns hat eine sehr nette Frau mitgenommen. Damit sparten wir uns immerhin noch 2 Kilometer, die wir sonst zu unseren insgesamt ca 16 Kilometer langen Fußmarsch hätten zählen müssen. So viel zu den im vorherigen Beitrag gelobten Wanderkarten und Rangertipps…aber lustig wars trotzdem.

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Hoodoos im Bryce Canyon

Vom Zion Nationalpark aus ging es Richtung Bryce Canyon. Dort angekommen haben wir den ersten Nachmittag mit Planung und den essentiellen Aufgaben eines Campers zugebracht: Duschen, Akkus laden, Grillen und Lagerfeuer. Am nächsten Morgen sind wir auf einen Rundwanderweg durch den beeindruckenden Bryce Canyon gestartet. Umgeben von Hoodoos, das sind säulenartige, riesige Steine, die sich am Rand des Canyons formieren haben wir dabei einige Höhenmeter hinter uns gelassen. In der Mittagshitze sind wir dann noch einige km am Rand des Canyons die verschiedenen Aussichtspunkte angelaufen. Nach einem Snack und einem kurzen Abendspaziergang haben wir dann am “Night Ranger Programm” teilgenommen. Im Amphitheater hat uns der Night Ranger versucht die Astronomie näher zubringen. Am nächsten Morgen ging es dann weiter Richtung Capitol Reef Nationalpark.

Die Nationalparks in den USA sind fantastisch ausgebaut. Überall bekommt man sehr günstig Campingplätze, die meist auch wirklich idyllisch gelegen und mit Feuerstelle, Grill, Tischen und Stühlen ausgestattet sind. Die Campingplatzwärter haben immer gute Tipps und verkaufen überall Feuerholz. Schon am Eingang wird man mit reichlich Wanderkarten ausgestattet. Und dank unserer Jahreskarte kommen wir für 80 US-Dollar in alle Nationalparks, was sich schon nach 2 Wochen rentiert hat.

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Zion Nationalpark

Nach unserem “Sommerzeit-Fauxpas” sind wir in den Zion Nationalpark gefahren. Wir bekommen einfach nicht genug von den zahlreichen Canyons. Diesmal haben wir zur Abwechslung im Canyon geschlafen, aber erst nach einem anstrengenden Wandertag in der Sommerhitze von 35 °C. Auf ca. 10 km Wander- und Kraxelstrecke haben wir die 3 Emerald Pools auf verschiedenen Ebenen des Canyons und den Weeping Rock besucht. Zuletzt ging es noch den Virgin River entlang in die engeren Schluchten des Berges. Das Einzige, was gerade fehlt Strom, Dusche und etwas Warmes zu essen…aber Besserung ist in Sicht. Als Camper muss man doch so einiges entbehren… aber das lohnt sich!

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Coral Pink Sand Dunes State Park

Die Hitze von Page haben wir hinter uns gelassen um von Kanab aus eine Tour durch die Wüste zu “The Wave”, einer wellenförmigen Felsformation zu starten. In Kanab haben wir erfahren, dass man für diese Tour eine Erlaubnis braucht. Am Tag werden nur 10 davon erteilt, über Losverfahren. Also mussten wir uns einen Campingplatz suchen um am nächsten Tag an der Lotterie teilzunehmen. Im Sanddünen Park in Utah sind wir dann fündig geworden. Toller Campingplatz direkt neben der kleinen Sahara, wo wir dann auch den Sonnenuntergang genießen konnten. Am nächsten Tag sind wir in aller Frühe aufgestanden um rechtzeitig 8.30 Uhr bei der Lotterie zu sein. Aufgeregt kamen wir dort an um zu erfahren, dass wir eine Stunde zu spät sind, alle Plätze schon verlost. Was wir verpeilt haben: Utah und Arizona liegen in einer Zeitzone, aber nur Arizona hat zusätzlich noch Sommerzeit…deswegen die Stunde zu spät. Nochmal bauen wir nicht auf unser Losglück und fahren stattdessen zum Zion Nationalpark. An Ausweichmöglichkeiten mangelt es hier glücklicherweise nicht.

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Antelope Canyon, Lake Powell und Horseshoe Bend

Der Grand Canyon hinter uns, Page vor uns und dazwischen ne Menge Wüste, die “painted desert”. Unser Ziel im Land der Navajo: der Antelope Canyon. Mit einem Jeep ging es gut gefedert durch die staubige Hitze der Wüste zu einem von Wasser und Wind geformten Canyon. Ein tolles Schauspiel, wenn das Licht senkrecht von oben in den wellenartig geformten Canyon fällt. Nur Platzangst sollte man keine haben. Zum Abkühlen gab es dann ein Bad im Lake Powell, einem See mitten in der Wüste, der u.a. Las Vegas und Phoenix mit Wasser versorgt. Der als kurzer Zwischenstopp geplante Horseshoe Bend hat sich als echte Sehenswürdigkeit entpuppt. Dort schlängelt sich der Colorado River wie ein Hufeisen um die Felsen. Und jetzt die letzte Herausforderung des Abends: Schlafen im Auto bei tropischen Temperaturen ;0).

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