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Goodbye New Zealand

Die letzten Tage in Neuseeland sind wir einmal quer über die Nordinsel gefahren. Dabei dachten wir einen Moment lang, dass wir endlich einen “in Freiheit lebenden” Kiwi zu Gesicht bekamen. Nach ca. 100 Fotos und einer wilden Verfolgungsjagt durch den neuseeländischen Wald bei Dauerregen (=kiwiansich “liquid sunshine”) haben wir dann nach Rücksprache erfahren müssen, das es sich lediglich um ein “Bushchicken” handelt. Naja lieber ein Bushchicken im Wald  als ein Kiwi im Zoo. Zurück in Auckland haben wir unseren Camper-Van abgegeben und uns in der Nähe des Flughafens ein Bett ohne Räder organisiert. Leider ist die Zeit in Neuseeland schon wieder vorbei und die letzten zwei Tage verbringen wir damit unsere übrige Reisezeit in Südostasien zu planen.

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Der wilde Süden und die Ostküste

Neben dem Milford Sound (eigentlich ein Fjord) hält der Süden Neuseelands vor allem steile Küsten, lange Strände, Pinguine, Delphine, Seelöwen und ne Menge Einsamkeit für Reisende parat. Ja, einsam kann man sich schon fühlen auf verlassenen Campingplätzen fernab der nächsten Siedlung am Ende unwegsamer Schotterpisten. Dafür hört man im Bett die Hirsche röhren und die Jäger schießen. Wenn es dann geklappt hat, wird das Wild geköpft und wie ein Rucksack auf dem Rücken aus dem Wald getragen. Aber das nächtliche Konzert hat dann noch kein Ende, dafür sorgen die stimmgewaltigen Vögel. Eine Schweizerin hat es auf den Punkt gebracht und einen der Krawallmacher “Modem-Vogel” getauft. Tatsächlich ahmt der Vogel perfekt das Knarren und Piepen eines Uraltmodems nach…

Unsere Suche nach Pinguinen blieb erfolglos, dafür sind wir in den Catlins fast wörtlich über Seelöwen gestolpert und haben Hector Delphine (die kleinsten Delphine der Welt…und die pummeligsten) in der Porpoise Bay gesichtet.

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Danach ging es entlang der Ostküste über Dunedin nach Christchurch…noch immer eine riesige Baustelle nach den Erdbeben von 2010 und 2011. Behelfsweise sind die Boutiquen und Shops in Containerwägen gezogen und trotzen den Ruinen der Innenstadt. 158 weiße Stühle sollen an die Toten des Unglückes erinnern.

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Nach den schönen Campingplätzen im Wald und am Strand aber auch ein paar bitterkalten Nächten und Dauerregen seit 3 Tagen geht es heute zurück auf die Nordinsel… Vielleicht ist da noch Sommer.

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Queenstown

Was tun in Queenstown? Ist doch klar: hier fand 1988 der erste kommerzielle Bungy-Jump der Welt statt. Also nichts wie los zur Geburtsstätte, der alten Kawarau-Bridge, um dann die 43 Meter in die Tiefe zu springen. Zusätzlich gab es das Ganze mit Wasserberührung… anschließend ging es adrenalingetränkt in Richtung Milford Sound.
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Auf die Gletscher, fertig, los!

Was konnten uns schon der Franz Josef- und der Fox-Gletscher nach der bitteren Kälte der letzten 3 Nächte anhaben? Also haben wir uns aufgemacht um beide zu erkunden. Das Besondere an den beiden Gletschern ist, dass außerhalb der arktischen Region keine Gletscher in so geringer Höhe und so nahe an der Küste zu finden sind. Der Weg zu den beiden führt außerdem durch dichten Regenwald! Zum kleineren Franz Josef sind wir spaziert und haben die Gletscherzunge nur aus einigen hundert Metern Entfernung gesehen. Um dann auch noch hautnah an die kalte Pracht zu kommen, haben wir einen Fox-Trott (ja, so einfallsreich sind die Kiwis in der Vergabe von Namen für Wanderungen) gemacht – das heißt eine halbtätige Gletscherbesteigung mit allem was man braucht: Guide, Spitzhacke, Wanderstöcke, Spikes und anständige Bergschuhe. Beeindruckend, auf den Eismassen zu stehen und zwischen den Spalten zu wandern…ein tolles Erlebnis!

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Wellington und der Abel Tasman Nationalpark

Auf dem Weg Richtung Süden kommt man zwangsläufig an Wellington vorbei. Von der Hauptstadt Neuseelands aus fuhr unsere Fähre nach Picton auf der Südinsel. Aber vorher haben wir uns einen Tag Zeit genommen für die Stadt an der Küste und haben den Hafen, das Te Papa Museum, Parlament und all die übrigen Sehenswürdigkeiten der Stadt besucht. Morgens um 8 fuhr dann unsere Fähre und schon nach 3 Stunden genossen wir den Blick auf die schöne Küstenlandschaft der Südinsel und saßen bei Fish und Chips in Picton.

Ab da ging es an die Golden Bay westlich des Nationalparks, wo wir 2 Tage an den tatsächlich goldfarbenen Stränden zugebracht haben. So toll die Strände auch anzuschauen sind, zum Baden ist es dann leider doch zu kalt. Der Abel Tasman Nationalpark ist aber einfach zu schön, um schnell weiterzureisen, also haben wir beschlossen den Coastal Track zu wandern. Anstatt der möglichen 5 Tage haben wir aber auf 2 abgekürzt. Nachdem alle Habseligkeiten, viel warme Kleidung und ein paar Rationen Dosenfutter in den Rucksäcke verstaut waren, sind wir zur ersten Hütte am Anchorage Bay augebrochen. Nach 5 Stunden entlang toller Strände und durch dichten Busch waren wir am Ziel. Der idyllische Strand war dann doch zu einladend und wir vom Wandern aufgeheizt…also ab in die eiskalten Fluten. Nach der schlaflosen Nacht im Matratzenlager dann der zweite Teil der Wanderung. Von unserem Ziel, der Bark Bay sind wir dann mittels Wassertaxi zurück zum Ausgangspunkt. Diesmal hab ich mich wirklich auf eine warme Nacht im Auto gefreut.

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Im Zentrum der Nordinsel: auf nach Mordor!

Auf unserem Weg ins Zentrum haben wir nach einem kurzen Abstecher an den Hot Water Beach in Rotorua Station gemacht, der geothermal aktivsten Zone Neuseelands. Von unserem Campingplatz aus, direkt am Lake Otareka, haben wir mal wieder eine Nachtwanderung unternommen und sind dabei auf dem Rückweg von einer weiteren Glühwürmchenhöhle auf ein kleines Wallaby gestoßen. Nach einem morgendlichen Bad im See sind wir dann zum Mount Tangarino, dem zweitältesten Nationalpark der Welt aufgebrochen. Den “Herr der Ringe”-Kennern ist der Park vielleicht als “Mordor” und der Mount Tongarino als der “Schicksalsberg” bekannt. Bereits im Infozentrum hat man uns gesagt, dass wir spätestens um 5 Uhr auf dem Parkplatz sein sollten, weil der zu Ostern schnell belegt und dann gesperrt ist. Also haben wir in den sauren Apfel gebissen und sind um 4 Uhr aufgestanden um rechtzeitig den Aufstieg zu beginnen. Und tatsächlich, der Parkplatz war schon gut besucht und das im Stockfinsteren. Warm angezogen und mit Taschenlampen ausgestattet sind wir zur Wanderung (“Mount Tongarino Crossing”) aufgebrochen. Nach knapp 3 Stunden hatten wir dann den Gipfel erklommen. Die Sonne war gerade aufgegangen und hat die umgebenden Berge in sanftes Licht gehüllt. Ein toller Anblick und jede Mühe wert! Nach knapp 10 km ist der Weg aber aufgrund erhöhter vulkanischer Aktivität gesperrt. Nicht schlimm, wir haben im Dunkeln auf dem Hinweg eh nichts gesehen.

Achja, es gibt wieder Neues vom Campervan: Wir stehen auf Kriegsfuß! Diesmal hat eine Maus ihren Weg ins Auto gefunden (das Abflußrohr vom Waschbecken dichtet das Loch im Unterboden nicht ausreichend ab) und haust nun schon seit 2 Nächten zwischen Verkleidung und Bett. Nachts beginnt sie im Auto rumzurennen und hält uns wach. Wir haben alles getan, aber jetzt gibts kein Pardon mehr: 3 Mausefallen, bestückt mit Käse und Keks, stehen verteilt im Van. Der Kampf hat begonnen…CIMG0549CIMG0552CIMG0603CIMG0615CIMG0631

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Der “Ferne Norden” Neuseelands

Back on the road…diesmal in einem Toyota von Lucky Rentals. Alles ein bisschen kleiner und kompakter aber nicht minder gemütlich als in unserem letzten Camper. Zuerst hieß es den “Far North” der Nordinsel zu erkunden.

Unser erstes Ziel war ein Wald voller alter Kauri-Bäume der auch noch Kiwis beherbergt. Klingt toll und ist sicherlich eine Übernachtung wert, dachten wir uns. Die Kauris sind tatsächlich gigantisch und können sich getrost zu den ältesten Bäumen der Welt zählen. Um die Kiwis zu sehen, braucht man schon etwas mehr Glück. Wir haben unser Bestes getan und sind bewaffnet mit Taschenlampen (abgedeckt mit roter Folie um die empfindlichen Kiwis nicht zu blenden) in der dunklen Nacht losgezogen um fast 3 Stunden durch den kalten Wald zu stromern. Gelegentlich hat es im Busch neben uns verdächtig geraschelt…aber gesehen haben wir leider keinen! Naja, es bleiben glücklicherweise noch 4 Wochen.

Unser Weg gen Norden wurde dann jäh unterbrochen. Unser “Lucky Camper” hat uns im Stich gelassen…nach einem langen Telefonat mit dem neuseeländischen ADAC und einer Stunde warten, kam Hilfe. Diagnose: lose Batteriekontakte. Eine Schraube hat gereicht um unser Auto wieder in Ordnung zu bringen. Trotzdem ist die Beziehung zwischen mir und dem Camper bis auf weiteres getrübt!

Vor Sonnenuntergang haben wir es noch bis zu den gigantischen Sanddünen des 90-Miles-Beach geschafft um die Nacht  dann am Strand auf dem nördlichsten Campingplatz Neuseelands zu verbringen: idyllisch hinter den Dünen und der Leuchtturm von Cape Reinga ist nur einen Katzensprung entfernt.

Auf unserem Rückweg nach Süden haben wir dann endlich hautnah Bekanntschaft mit den neuseeländischen Schafen gemacht. Mitten auf dem State Highway kam uns verteilt über die ganze Straßenbreite eine Herde von vielleicht 500 Schafen entgegen gerannt. Wir wussten gleich gar nicht, wie uns geschieht, direkt vorm Auto sind sie aber nach rechts auf ihre Weide abgebogen…

Nach einem Umweg über die Bay of Islands haben wir zunächst unsere erste Glühwürmchen-Höhle (man darf die Würmchen übrigens nicht essen) und dann noch das letzte Werk Hundertwassers besucht: eine öffentliche Toilette in Kawakawa. Und nun geht es weiter Richtung Zentrum der Nordinsel.

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Willkommen in Neuseeland–Auckland

Während der letzten 3 langen Flüge in den vergangenen 10 Tagen haben wir einige Zeitzonen und nun auch noch die Datumsgrenze übersprungen … und irgendwo dazwischen ist der 18. März völlig verloren gegangen. Der eine Tag, den wir uns in den letzten 7 Monaten mühselig erarbeitet haben! Aber Vergangenem soll man ja bekanntlich nicht hinterherweinen und Grund dazu hatten wir wahrlich nicht. Unsere Ankunft hätte besser nicht sein können: Alex und Garrick standen schon am Flughafen parat um uns in Empfang zu nehmen. Es gibt nichts Schöneres als am anderen Ende der Erde von lieben Freunden in die Arme genommen zu werden. Die folgenden fünf gemeinsamen Tage haben wir dann auch sehr genossen. Kiwi Garrick hat leckeren Lammbraten gemacht (im Austausch haben wir Kartoffelsuppe gezaubert =0) ) und gemeinsam haben wir an einem Reiseplan für die kommenden 4 Wochen getüftelt. Die Stunden zwischen Wein und Essen sind wir quer durch Auckland von Café zu Café geschlendert und haben es dann auch tatsächlich noch zum Wandern auf die naheliegende Insel Waiheke geschafft. Heute sind die beiden nun wieder Richtung Süden aufgebrochen und wir beginnen morgen wieder die Vorzüge des Camperlebens zu genießen…Natur, Natur und noch mehr Natur. Der erste Eindruck lässt viel hoffen. Danke an Alex und Garrick für die wunderschönen Tage.

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Tahiti

Von der Osterinsel ging es direkt auf das paradiesische Eiland Tahiti. Zunächst waren wir überrascht, als wir am Flughafen ankamen. Da Tahiti zu Frankreich und somit zur Europäischen Union gehört, gibt es Quasi kein übliches Einreiseprozedere. Merkwürdig, am anderen Ende der Welt die Vorteile des “Schengen Abkommens” zu genießen.
Unsere Pension lag ein paar Kilometer vor der Hauptstadt Papeete. Weit weg vom Trubel hatten wir Quasi einen fast menschenleeren Schnorchel-Strand vor der Haustür. Neben der Erkundung der herrlichen Unterwasserwelt haben wir die Insel mit einen Leihauto umrundet und am letzten Tag den Geburtstag von Christelle (Pensionbesitzerin) auf französisch-tahitianische Art gefeiert.
Wieder waren die 5 wunderschönen Tage viel zu schnell vorbei und etwas wehmütig verlassen wir Tahiti. Dafür werden wir in Neuseeland schon erwartet und freuen uns auf die ersten Gesichter aus der Heimat nach mehr als 7 Monaten!
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P.S.: Wer wegen den weißen Sandstränden nach Tahiti fährt, wird wohl eher enttäuscht werden. Die Bilder im Netz und der Reisekataloge zeigen für gewöhnlich Strände von Nachbarinseln. Zwinkerndes SmileyHier sind alle Strände schwarz.

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Rapa Nui/ die Osterinsel

5 Flugstunden von der chilenischen Hauptstadt entfernt, findet man sich plötzlich auf einem richtigen Eiland wieder: der Osterinsel. Unsere Unterkunft war famos gelegen: ein Campingplatz direkt am Ozean. Noch im Bett kann man die Brandung hören und vom Ausblick konnte ich sowieso nicht genug bekommen. Darüberhinaus kann man die kleine Insel gut zu Fuß und mit dem Moped erkunden: steile Küsten, Vulkankrater, endlose Wiesen, ein traumhafter Strand ganz abgelegen im Norden und im 360°Blick überall Wasser. Zäune gibt es keine und von der Hupe unseres Mopeds haben sich die unzähligen Pferde und Kühe auf den Straßen nicht irritieren lassen. Nicht zu vergessen die berühmten Steinstatuen, die Moai, über die man an jeder Ecke der Insel stolpert: mal majestätisch aufgereiht, durcheinanderschauend am Berghang, zerbrochen oder umgestürzt an der Küste liegend. Die wenigen Touristen, die sich hierher verirren, kann man an einer Hand abzählen…eine überraschend schöne und erholsame Insel! Und weil es den Insulanern besser gefällt, beginnt die Sommerzeit hier erst im April.

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