Neben dem Milford Sound (eigentlich ein Fjord) hält der Süden Neuseelands vor allem steile Küsten, lange Strände, Pinguine, Delphine, Seelöwen und ne Menge Einsamkeit für Reisende parat. Ja, einsam kann man sich schon fühlen auf verlassenen Campingplätzen fernab der nächsten Siedlung am Ende unwegsamer Schotterpisten. Dafür hört man im Bett die Hirsche röhren und die Jäger schießen. Wenn es dann geklappt hat, wird das Wild geköpft und wie ein Rucksack auf dem Rücken aus dem Wald getragen. Aber das nächtliche Konzert hat dann noch kein Ende, dafür sorgen die stimmgewaltigen Vögel. Eine Schweizerin hat es auf den Punkt gebracht und einen der Krawallmacher “Modem-Vogel” getauft. Tatsächlich ahmt der Vogel perfekt das Knarren und Piepen eines Uraltmodems nach…
Unsere Suche nach Pinguinen blieb erfolglos, dafür sind wir in den Catlins fast wörtlich über Seelöwen gestolpert und haben Hector Delphine (die kleinsten Delphine der Welt…und die pummeligsten) in der Porpoise Bay gesichtet.
Danach ging es entlang der Ostküste über Dunedin nach Christchurch…noch immer eine riesige Baustelle nach den Erdbeben von 2010 und 2011. Behelfsweise sind die Boutiquen und Shops in Containerwägen gezogen und trotzen den Ruinen der Innenstadt. 158 weiße Stühle sollen an die Toten des Unglückes erinnern.
Nach den schönen Campingplätzen im Wald und am Strand aber auch ein paar bitterkalten Nächten und Dauerregen seit 3 Tagen geht es heute zurück auf die Nordinsel… Vielleicht ist da noch Sommer.