Nur knapp 200 km aber gefühlte Welten entfernt von Cancun haben wir für 3 Tage Quartier in Vallodolid bezogen. “La Candeleria” ist unser Hostel am Rande eines kleinen Platzes umgeben von farbenfrohen Häusern, niedlichen Kirchen und einer herrlich unaufgeregten Stadt. Hinter dem Hostel erstreckt sich ein dschungelartiger Garten mit Frei-Dusche, Küche, gemütlichen Hängematten…eine kleine Oase zum Wohlfühlen.
Nach einer Erkundung der Stadt haben wir am 2. Tag die israelisch-niederländische-deutsche Freundschaft gepflegt und einen Gemeinschaftsausflug nach Ek-Balam gemacht. Ek-Balam ist eine der kleineren Maya-Ruinen. Versteckt im Wald finden glücklicherweise nur wenige der großen Reisebusse dorthin, so dass man alleine auf den Pfaden wandeln und die endlosen Treppen der Ruinen besteigen kann.
Zum Abkühlen sind wir anschließend auf Wanderwegen durch den Wald zu einer naheliegenden Cenote gewandert… unsere erste. Cenoten sind mit Wasser gefüllte Krater früherer Meteoriteneinschläge (in anderen Regionen entstehen die Cenotes durch den Einsturz von Kalksteinhöhlen). Die Erwartungen (geschürt von vielen Erzählungen) wurden beim Baden zwischen Lianen und Katzenfischen im türkisen Wasser vollends erfüllt.
Der letzte Ausflug (von Vallodolid aus) ging nach Chichen Itza., eine der größten Ruinenstätten in Yucatan. Glücklicherweise haben wir gleich eines der ersten Collectivos (Sammeltaxis) genommen um vor dem großen Ansturm anzukommen. Zwischen den Pyramiden, Säulen und sogar Ballspielplätzen der Maya kann man Stunden zubringen. Anders als in Tulum und Ek-Balam kann man sehr viele “Gravuren” und Reliefs von Göttern, Totenschädeln, Schlangen und anderen Tieren sehen. Ein echt lohnender Ausflug. Zum Abschied gibt es heute noch Tintenfisch nach galizischer Art (gekocht von den Eidgenossen in unserem Hostel) und dann fahren wir weiter nach Merida.