Unter dem Motto standen die letzten Tage. Etwas anders als vermutet, sind die Strecken lang und die Fahrten in Zug und Nachtbus zeitraubend. Aber der Heimflug naht nun mal mit großen Schritten. Nach einer kurzen Stippvisite in Hue und seinem königlichen Palast saßen wir am nächsten Morgen um 4 Uhr schon im Zug nach Ninh Binh. 12 Stunden zum Fenster rausschauen klingt langweilig, war es aber nicht. Endlos erstrecken sich sattgrüne Reisfelder und in der Ferne kann man die Berge des Hochlandes erahnen. Im 5-Minuten-Takt rollen Speisewägen durch die vollgestellten Gänge und wecken die auf dem Boden schlafenden Passagiere, Vollbremsung hier, kleine Panne dort…Zugfahren ist halt doch schöner als auf dem Highway an allem vorbeizurasen!![]()
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In Ninh Binh wurden wir im Hotel herzlich empfangen: frischgepresster Saft und ein nettes Lächeln lassen die Rückenschmerzen vom Sitzen und Schleppen der Kraxe vergessen. Unser eigentliches Ziel, die trockene Halongbucht, haben wir dann mit einem geliehenen Moped erreicht. Das Verkehrschaos übertrifft alles bisher gesehene. Ich schreiend, Matthias hupend haben wir uns durch Smog und Staub gekämpft um dann für ein paar Stunden in absoluter Ruhe auf dem Boot durch die Wasserstraßen zu gleiten. Und die Landschaft ist wirklich atemberaubend: hohe Berge, die sich aus dem flachen Wasser erheben. Teppiche aus Seerosen breiten sich auf dem Wasser aus, Reiher steigen unvermittelt aus dem Gras auf während man mit dem Boot in ein der dunklen Tropfsteinhöhlen fährt um am anderen Ende wieder in die Landschaft einzutauchen. Nach der trockenen Halongbucht fahren wir morgen in die bekanntere Variante vor der Nordküste Vietnams. Und wie vermutet, der Bus geht morgens um 5 Uhr…die sind hier echte Frühaufsteher!![]()
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